Marias Platz

Marieninsel.

Zwischen dem Karpfenteich und dem Fluss Bober befindet sich der Marienstein, der einen Rastplatz kennzeichnet und zugleich einen Aussichtspunkt in Richtung Oberpark-Kosmos und Dorotashof bietet. Heute sehen wir direkt den Oberpark und den Damm am hinteren Bober. Die Insel, eigentlich eine Halbinsel, wurde künstlich angelegt. Der Blick, der sich von hier aus bot, zeigte von links den Damm am Bober, eine Brücke, dahinter die Ludwiginsel, die fürstliche Mühle und die malerisch gelegene Sägemühle, die im Jahr eintausendachthundertsiebenundneunzig durch eine Überschwemmung zerstört wurde. Der Ort ist der Enkelin der Herzogin Dorota, Maria Dorota de Castellane, gewidmet, die am dritten Oktober eintausendachthundertsiebenundfünfzig in Żagań Antoni Radziwiłł heiratete, dem späteren Adjutanten von Marschall Piłsudski. Die Hochzeit fand in der Kirche Mariä Himmelfahrt im Augustinerkomplex statt, und an der Orgel spielte ein Familienfreund, Franz Liszt. Im Hintergrund stand auf einem Sockel eine Kopie der Diana von Gabii, die man von den umliegenden Bänken aus bewundern konnte. Weiter westlich, entlang des Mühlenkanals, stoßen wir auf den Standort des ehemaligen Orangerie und des Holländischen Gartens, später Ludwigs Garten genannt.