Garderobenhalle, ehemaliges Theater.

Das Foyer ist ein Beispiel für ein Treppenhaus aus den achtziger Jahren. Ein Ort für kurze Treffen vor Vorstellungen, Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen.

Bevor man in das erste Stockwerk geht, sollte man seine Fantasie nutzen, denn dieser Ort war einst ein herzogliches Theater, eingerichtet von Peter Biron.

Das Funktionieren der herzoglichen Bühne und des musikalischen Lebens in Żagań war zweifellos eines der wichtigsten Phänomene im kulturellen Schaffen der Biron-Familie. Das Palasttheater wurde im Frühjahr eintausendsiebenhundertsiebenundneunzig in Betrieb genommen. Es war eines der bekanntesten in Niederschlesien. Die herzogliche Loge gegenüber der Bühne bot Platz für neun Personen, zwei Seitenlogen boten jeweils einunddreißig Plätze, und im Parterre sorgten fünfundsiebzig geflochtene Stühle und vier Bänke dafür, dass das Theater ziemlich groß war. Die Beleuchtung wurde durch Bronzekronleuchter gewährleistet.

Auf Initiative der Herzogin von Żagań, Wilhelmina, wurde das Theater erweitert und erhielt auch eine neue Innenausstattung und Beleuchtung. Die Tischlerarbeiten wurden im Jahr eintausendachthundertzwei von dem Hofschreiner Baumann durchgeführt, während die Malerarbeiten vom Hofmaler Luigi Remondini ausgeführt wurden.

Im Jahr eintausendachthundertsechsundvierzig fand eine Aufführung zu Ehren von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen statt. Normalerweise waren die Schauspieler auch Mitglieder der Herzogsfamilie und Mitarbeiter des Herzogshofes, wobei Komödien besonders geschätzt wurden.

Im Jahr eintausenneunhundertfünfundvierzig wurde der Theatersaal verwüstet. So hörte das herzogliche Theater in den Räumen im ersten Stock auf zu existieren.